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KIG

Kieferorthopädische Indikationsgruppen (KIG)

Durch die sogenannte KIG-Einstufung wurde 2002 vom Gesetzgeber eine Differenzierung des Schweregrads der Zahn- und Kieferfehlstellungen der gesetzlich versicherten Patienten in 5 Stufen vorgenommen. Diese Einstufung muss vom Kieferorthopäden im Rahmen der Erstberatung oder einer darauf folgenden Beratung vorgenommen werden um zu ermitteln, ob die Möglichkeit besteht, für die geplanten Behandlungsmaßnahmen die für gesetzlich versicherte Patienten vorgesehenen Vertragsleistungen zu beantragen.

Bei der KIG-Einstufung werden 11 fachliche Kriterien angelegt, bei denen eine Abstufung von 1 bis 5 erfolgt, wobei 5 für die stärkste Abweichung steht. Die höchstmögliche Einstufung nach den jeweiligen Kriterien wird herangezogen und als KIG-Einstufung dokumentiert.

Bei einer KIG-Einstufung von 3 bis 5 besteht i.d.R. die Möglichkeit, die für gesetzlich versicherten Patienten vorgesehenen Vertragsleistungen zu beantragen, bei einer KIG-Einstufung von 1 oder 2 besteht diese Möglichkeit nicht.

Im Falle einer KIG-Einstufung von 1 oder 2 wird vom Kieferorthopäden eine sogenannte KIG-Mitteilung ausgestellt , in der die Einstufung schriftlich fixiert ist, und dem Versicherten ausgehändigt sowie zur Information an die jeweilige gesetzliche Krankenkasse und an die KZV Niedersachsen geschickt.

Da bei einer KIG-Einstufung von 1 oder 2 nach dem Willen des Gesetzgebers keine Kostenbeteiligung der gesetzlichen Krankenversicherung möglich ist, bleibt als letzte Möglichkeit einer Kostenbeteiligung nur noch der rechtzeitige Abschluss einer privaten Zusatzversicherung, die auch kieferorthopädische Leistungen mit abdeckt.

Dabei gilt es zu beachten, dass in vielen Fällen mit einer KIG-Einstufung von 1 oder 2 gemäß den ICD10-Richtlinien (Internationale Klassifikation der Krankheiten für Deutschland) sehr wohl eine medizinische Notwendigkeit für eine kieferorthopädischen Behandlung besteht, diese aber dennoch nicht von den gesetzlichen Krankenversicherungen getragen werden.

Wir empfehlen daher dringend bereits vor dem ersten Beratungstermin in unserer Praxis eine private Zahnzusatzversicherung abzuschließen, die auch kieferorthopädische Leistungen mit einschließt.

Mehr zum Thema Zusatzversicherungen erfahren Sie hier »

Ansonsten muss die gesamte Investition für eine geplante kieferorthopädische Behandlung vom Versicherten als Eigenleistung getragen werden, wobei wir in diesem Fall gerne bereit sind, eine bequeme Ratenzahlungsvereinbarung mit dem Versicherten zu vereinbaren.

Bei den KIG-Gruppen 3 bis 5 leistet die gesetzliche Krankenkasse hingegen für die vorgegebenen Vertragsleistungen. Allerdings können bei Auswahl modernerer Techniken und Optionen bei den Behandlungsmethoden, Eigenanteile für außervertragliche Leistungen ( AVLs ) entstehen.

Für diese außervertraglichen Leistungen besteht ebenfalls die Möglichkeit einer Kostenbeteiligung durch eine private Zahnzusatzversicherung für kieferorthopädische Leistungen.

Ansonsten ist die Inanspruchnahme von außervertraglichen Leistungen ( AVLs ) eine Eigenleistung, wobei wir in diesem Fall gerne bereit sind, eine bequeme Ratenzahlungsvereinbarung mit dem Versicherten zu vereinbaren.

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